Apostille

Apostille & Legalisation

Wenn Sie eine Urkunde im Ausland verwenden möchten, müssen die Urkunden in der Regel apostilliert oder legalisiert werden. 
Eine Apostille bescheinigt die Echtheit eines offiziellen Dokuments. Man erhält diese ausschließlich im Land, in dem die Urkunde (Original) ausgestellt wurde. Apostille kann NICHT durch einen Übersetzer ausgestellt werden. Apostille ist somit ein Bestandteil des zu übersetzenden Dokuments. Es handelt sich dabei um einen Stempel, den alle Vertragsstaaten des Haager Übereinkommens vom 5. Oktober 1961 anerkennen. Der Stempel ist quadratisch und hat eine Seitenlänge von neun Zentimetern. 
Legalisation ist das förmliche Verfahren, bei dem die Echtheit der Unterschrift, die Eigenschaft, in welcher der Unterzeichner gehandelt hat und gegebenenfalls die Echtheit des beigedrückten Siegels bestätigt werden soll. Die Legalisation ist ein Vermerk meistens in Form eines Stempels, der ebenfalls auf die Urkunde gesetzt wird. Der Vermerk soll den Namen und die Amts- oder Dienstbezeichnung des Unterzeichners der Urkunde enthalten. 
• Bitte sehen Sie davon ab, Ihre Urkunden zu laminieren, da es i.d.R. nicht möglich ist, eine Apostille auf die laminierte Oberfläche aufzubringen. 
• Dokumente, die in der UdSSR vor 1991 veröffentlicht wurden, unterliegen nicht der konsularischen Legalisation. Setzen Sie sich bitte in Verbindung mit der Behörde, für die Sie die Übersetzung benötigen, und klären, wie Sie vorgehen sollen. 
Erst wenn die Urkunde apostilliert oder legalisiert wurde, wird sie von einem ermächtigten Übersetzer übersetzt. 
Dies allein reicht jedoch nicht immer aus. Wenn die Übersetzung fürs Ausland benötigt wird, wird manchmal eine Apostille der Übersetzung benötigt. Das Gericht legalisiert hierbei die Unterschrift des ermächtigten Übersetzers mittels einer Apostille oder einer Legalisation. Hiermit bestätigt das Gericht die Identität und Befugnis des Übersetzers zum Anfertigen von beglaubigten Übersetzungen. 
Informieren Sie sich bei der Behörde, für die Sie die Übersetzung benötigen, ob Ihre Übersetzung legalisiert werden muss. 

Übersetzung nach ISO-Norm (ISO R9/ISO 9:1995)

Deutsche Ämter und Behörden im Personenstandswesen verlangen meistens eine Übersetzung nach ISO-Norm ("Transliteration kyrillischer Schriftzeichen in lateinische Schriftzeichen"). Die Anwendung dieser standardisierten Norm bezieht sich nicht auf die Übersetzung der gesamten Urkunde, sondern lediglich auf die Übertragung der Eigennamen ins Deutsche. Dabei werden "Namen buchstabengetreu und ohne jede Änderung oder Übersetzung“ übernommen. Die ISO-Norm (heute gilt ISO Norm 9:1995) enthält eine Tabelle, nach welcher jeder russische bzw. kyrillische Buchstabe mit einem bestimmten lateinischen Schriftzeichen wiederzugeben ist. Dies ermöglich eine einheitliche Übertragung der Eigennamen aus dem kyrillischen Alphabet ins lateinische. Die Namen werden also nicht nach dem Klang transkribiert, sondern buchstabengetreu transliteriert. So wird zum Beispiel aus dem Namen Мария Шульц nicht etwa Maria Schulz, sondern eine ungewöhnliche Variante Mariâ Šul'c. Machen Sie sich aber keine Sorge: Das hat für Sie keine negativen Auswirkungen, weil diese Schreibweise lediglich in den Akten vermerkt wird. Die Beurkundung erfolgt anhand der Schreibweise, die sich aus dem Personalausweis oder dem Reisepass ergibt. Deshalb kann ich auf Ihren Wunsch auf die Schreibweise der Namen laut Reisepass bzw. Personalausweis zusätzlich hinweisen. 
Übersetzungen für Konsulat der Russischen Föderation

Übersetzungen zur Vorlage im Konsulat der Russischen Föderation

Beim Vorlegen der Unterlagen im Konsulat der Russischen Föderation sollten Sie Folgendes berücksichtigen: 
  • Alle Originale der deutschen Unterlagen (nicht aber russische Übersetzungen) sollen bei zuständigen Behörden der Bundesrepublik mit APOSTILLE gemäß Haager Übereinkommen vom 5 Oktober 1961 versehen werden. 
  • Es ist unbedingt erforderlich, Übersetzungen von allen Unterlagen in die russische Sprache beizulegen. Schriftstücke ohne Übersetzungen werden nicht bearbeitet.
  • Selbst wenn die Unterlagen durch einen in Deutschland ermächtigten Übersetzer angefertigt wurden, müssen diese zur konsularischen Beglaubigung im Konsulat vorgelegt werden. 

 

Konsularische Vertretungen der Russischen Föderation in Deutschland

Dolmetscher- und Übersetzerdatenbank

Sie suchen allgemein beeidigte, öffentlich bestellte bzw. allgemein ermächtigte Dolmetscherinnen und Dolmetscher sowie Übersetzerinnen und Übersetzer? Sie brauchen eine seltene Sprachkombination? Dann schauen Sie in der Datenbank der Landesjustizverwaltungen. Diese Plattform kann eine Hilfe für Sie sein, wenn Sie auf der Suche nach Unterstützung bei Sprachübertragungen sind. Der allgemeinen Beeidigung bzw. Ermächtigung und öffentlichen Bestellung geht nach den einzelnen Landesgesetzen regelmäßig eine Überprüfung der fachlichen Eignung voraus.